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Digitale Kultur: Emoji

„Gesicht mit Freudentränen“, „Augen verschließender Affe“, „grinsender Kothaufen“ - für jede Gelegenheit gibt es ein passendes Bildschriftzeichen. Die Symbolbildchen eignen sich perfekt, um schlichtem Text in Chats, E-Mails und Kurznachrichten den nötigen Kontext zu verleihen. Wo Zeit oder die richtigen Worte fehlen, sagt ein Emoji alles. Ursprünglich stammen die bunten Piktogramme aus Japan, heute werden sie millionenfach per Facebook, Twitter oder WhatsApp um die Welt geschickt. Seit 2014 gilt der 17. Juli als Welt-Emoji-Tag. Das Datum wurde nicht zufällig gewählt – es leitet sich von der Originalversion des Kalender-Emojis ab.

Emoji: Digitale Gesichter, die Gefühle anzeigen

Jeder Smartphone-Besitzer kennt sie, viele nutzen Emojis in ihrer täglichen Kommunikation. Die Piktogramme sollen die Gesprächsführung nicht nur kürzer und schneller machen, sondern können auch linguistische Barrieren überschreiten. Wem es schwerfällt die passenden Worte zu finden, kann mit den bunten Symbolen die Gefühls- oder Sachlage anschaulich illustrieren. Oft verleiht ein Emoji textbasierten Inhalten die emotionalen Nuancen, die im realen Gespräch Mimik und Gestik liefern würden, bestätigen Sprachwissenschaftler. Studien zeigen, dass die universell verständlichen Minigrafiken vor allem dort platziert werden, wo im persönlichen Gespräch auch gelächelt, gelacht oder gezwinkert würde. Kurzum: Die Symbolbildchen erlauben trotz knapper Form eine nuancierte Ausdrucksweise. Den Stellenwert der Bildschriftzeichen für die digitale Kommunikation hat mittlerweile auch der Duden erkannt und führt das Wort Emoji seit 2016 in seinem Textkorpus. Im Vorjahr kürte das britische Oxford-Wörterbuch das Freudentränen-Emoji sogar zum Wort des Jahres. Der Name Emoji ist übrigens eine Kombination der japanischen Begriffe für Bild (e) und Zeichen (moji).

Entstehungsgeschichte der Symbol-Sprache

Alles fing mit dem Smiley, dem grinsenden Gesicht mit Doppelpunkt, an. Das Konstrukt bestand nur aus Zeichen der klassischen Tastatur und sollte 1982 die E-Mail eines Professors aufheitern. Es dauerte nicht lange bis Emoticons wie :-P und ;-) folgten. Das erste Emoji entwickelte aber erst der Japaner Shigetaka Kurita im Jahr 1999. Seine Bildschriftzeichen waren von Anfang an als Grafiken konzipiert, die primär Emotionen vermitteln sollten. Heute besteht der offizielle Emoji-Katalog aus rund 2000 Exemplaren, die nicht nur Gefühle, sondern auch zahlreiche Alltagsbegriffe darstellen. Dabei bleibt es aber nicht, regelmäßig wird die universelle Weltsprache Unicode um neue Piktogramme ergänzt. Kürzlich bewilligte das Konsortium Dutzende neue Symbolbildchen – inklusive eines kotzenden Emojis.
Die Standardisierung per Unicode sorgt dafür, dass Bild und Schrift für iPhone-Nutzer und Android-Besitzer auf vergleichbare Weise angezeigt werden.
Auf emojipedia.org lässt sich die exakte Darstellung aller offiziellen Unicode-Emojis von verschiedenen Betriebssystemen und Geräteherstellern nachschlagen.

smile